Das kleine GutBalance Lexikon

Akkermansia muciniphila

Akkermansia ist ein Darmbakterium mit erheblichem Einfluss auf den Stoffwechsel.

Ein Ungleichgewicht geht einher mit chronischen Entzündungen, Übergewicht, Diabetes Typ 2, Multipler Sklerose. Das Bakterium benötigt zum Gedeihen Stoffwechselprodukte anderer Darmbewohner, die sich ihrerseits durch GutBalance Lebensmittel vermehren. Das Bakterium, eine Schlüssel-Art, ist nicht als Präparat erhältlich, es lässt sich aber indirekt mit GutBalance Lebensmitteln anlocken.

Bifidobakterien

Bifidobakterien sind wichtige Vertreter der schützenden Protektiv-Mikrobiota. Sie sorgen für den optimalen, leicht sauren pH im Dickdarm. Durch die Einnhame von Probiotika mit Bifidobakterien und Laktobacillen und durch GutBalance Lebensmittel siedeln sie sich an. Parallel steigt meist die Konzentration an Buttersäure. Bifidobakterien synthetisieren diese kurzkettige Fettsäure aber nicht selbst sondern ernähren mit ihren Stoffwechselprodukten benachbarte "Bakterienkollegen" im Darm (sog. Kommensalen) und aktivieren diese damit zur Produktion von Butyrat.


Buttersäure

Butyrat bzw. Buttersäure ist eine flüchtige Fettsäure. Im Dickdarm ist eine hohe Konzentration der kurzkettigen Fettsäure meist wünschenswert, da sie die Hauptnahrungsquelle der Zellen der Darmschleimhaut ist und eine wichtige Funktion als Signalmolekül erfüllt. Etwa als Impulsgeber bei der Reifung der Zellen der Darmschleimhaut oder zur Kontrolle von entzündlichen Prozessen im Darm. Buttersäure entsteht durch cross-feeding-Mechanismen: Bakterien, die sie synthetisieren können (z. B. Faecalibacterium prausnitzii, Coprokokken, Roseburia) leben von Stoffwechselprodukten anderer Bakterien die ihrerseits komplexe Ballaststoffe als Substrate benötigen.

Faecalibacterium prausnitzii

Das Stäbchenbakterium Faecalibacterium prausnitzii ist ein Kommensal-Keim in der menschlichen Darm Mikrobiota. Bei der Fermentation bestimmter Ballaststoffe durch Faecalibacterium entsteht Buttersäure, eine außerordentlich gesundheitsfördernde kurzkettige Fettsäure. Ein Mangel gilt als Risikofaktor u. a. für Diabetes, Morbus Crohn, Morbus Parkinson, Depression. Das Bakterium ist nicht als Präparat erhältlich kann aber über GutBalance Nahrungsmittel gezielt "angelockt" werden.


Fermentation

Ballaststoffe sind für die Enzyme der menschlichen Verdauung nicht spaltbar sondern rutschen unverdaut weiter in tiefere Darmabschnitte. Dort  dienen sie als Superfoods für Darmbakterien. Diese fermentieren Ballaststoffe mit komplizierten Namen wie Arabinoxylane, Galaktooligosaccharide oder Fruktane zu kurzkettigen Fettsäuren wie Buttersäure, Propionsäure und Essigsäure. Je nach Zusammensetzung der Nahrung entstehen mehr oder weniger dieser wichtigen Fermentationsprodukte.

Gluten

Gluten ist das Klebereiweiß in einigen Getreidearten. Gluten ist ein sogenantes Lektin. Unter Umständen verbessert eine zeitweilige glutenfreie oder -arme Ernährung die Symptomatik oder die Leberschwäche bei Personen mit Prädiabetes oder Diabetes Typ 2. Besonders glutenreich sind Backwaren und Nudeln aus Dinkelmehl und Weizenmehl sowie Weizenbier.

Weitaus häufiger als auf Gluten sind aber Beschwerden aufgrund von Nicht-Gluten-Weizensensitivität. Hier können Produkte aus oder mit Dinkel eine bekömliche Alternative sein.


Kombucha

Fermentierte Produkte wie Kombucha sind essentiell für GutBalance. Kombucha ist ein Fermentationsgetränk aus gezuckertem schwarzem oder grünem Tee. Milchsäuregärung verleiht dem Getränk eine säuerliche Note, der Geschmack des durchfermentierten Produkts ähnelt mildem Apfelessig. Es ist zuckerfrei und nicht süß. Konventioneller Kombucha aus dem Tetrapack ist meist pasteurisiert, wodurch die wertvollen Milchsäurebakterien abgetötet werden.

Mikrobiota

Mikrobiota ist die Gesamtheit der Mikroorganismen die die Erde besiedeln. Die 1000e verschiedenen Bakterien im Darm bilden zusammen die Darm-Mikrobiota (veraltet: Darmflora). Einige Bakterien sind sog. Schlüsselarten, deren Ab- oder Anwesenheit in der persönlichen Mikrobiota Erkrankungsprozesse begünstigt oder eben verhindert. Die Zusammensetzung der Mikrobiota, insbesondere die Schlüsselarten und deren Aktivität lässt sich mit Hilfe von Stuhlstests nachweisen.


PEO = Parent essential oil

Parent essential oils sind natürliche Samenöle mit hohem Gehalt an den Fettsäuren Alphalinolensäure und Linolsäure. Diese verbessern u. a. die zelluläre Sauerstoff-Versorgung, insbesondere im Herz und im Darm. Besonders reich an PEOs sind Leinsamen, Kürbiskerne, Borretschsamen, Nachtkerzensamen und Sonnenblumekerne.

Saccharolytische Mikrobiota

Bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ 2 lohnt sich ein Blick auf die Darmbakterien, die komplexe Kohlenhydrate als Nahrungsquelle nutzen und mit Stoffwechselprodukten daraus den Menschen drumrum und / oder andere Bakterien füttern. Eine gute Ausstattung des Darms mit saccharolytischen Keimen ist wünschenswert und präventiv wirksam.